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Sanierung und Rekonstruktion der Grundschule „Miroslav Krleža“

Die Grundschule „Miroslav Krleža“ ist die älteste Schule in der Stadt Zagreb. Auf Grund der Zeit, in der sie gebaut wurde, aber auch wegen ihrer Besonderheiten stellt diese Schule einen Teil der historischen, urbanen Einheit der Stadt Zagreb dar und ist Teil des Kulturguts. Das erste Schuljahr in der Grundschule „Miroslav Krleža“ war das Jahr 1877/1878. Als älteste Schule der Stadt Zagreb hat diese Schule zwei Erdbeben mitgemacht. Das erste Mal am 9. November 1880, und das zweite Mal am 22. März 2020.

Beim Erdbeben, der die Stadt Zagreb am 22. März 2020 traf, erlebte die Schule große Schäden. Bei der statischen Prüfung des Objekts wurde festgestellt, dass die Schule auf Grund struktureller Schäden an den tragenden Wänden und auf Grund der Gefahr des Einsturzes unbrauchbar ist. Die infolge des Erdbebens an der Schule entstandenen Schäden sind das Ergebnis des Alters des Materials, das in den Jahren seine Tragfähigkeit und seine Verbundmittel verloren hat, sowie der Holzbalken, die nicht adäquat mit der vertikalen Konstruktion verbunden sind.

Im Herbst 2020 wurde mit der Sanierung der Schäden aus dem Erdbeben begonnen. Wegen den großen Schäden und der Tatsache, dass die Schule 143 Jahre alt ist und Kulturgut darstellt, hat man sich für eine Rekonstruktion der Schule entschieden. Die Rekonstruktion sieht die Verstärkung der Konstruktion vor, die neben der Widerstandsfähigkeit des Materials auch das gewünschte Verhalten und die gewünschte Reaktion bei zukünftigen Erdbeben sichern wird. In erster Linie bezieht sich dies auf die Verbindung der Decke und der Wände durch Ausführung neuer StB-Platten. Zusätzlich wird auch eine Verstärkung der Wände mit Spritzbeton mit Polymer bewehrten Fasern vorgenommen. Auf Grund des neuen Materials werden auch die Fundamente verstärkt, damit die Übernahme des zusätzlichen Gewichts von den neu eingebauten Elementen gewährleistet ist.

Besonders interessant und herausfordernd wird die Ausführung der Stabilisierung und Sanierung der südlichen Wand sein, die über 3 Geschosse hinweg von ihrer Achse abgewichen ist. Ein solcher Eingriff ist an sich schon eine Herausforderung, und zwar wegen der Ausführungstechnologie und des eigentlichen Zugangs zur Grundschule „Miroslav Krleža“, die auf Grund ihrer Lage im Stadtzentrum wenig Manipulationsfläche für die Arbeit und die Organisation der Baustelle hat.
Nach der Hauptabsicht, eine konstruktive Sanierung vorzunehmen, wird anhand des Rekonstruktionsprojekts innerhalb der bestehenden Schule eine Reihe von Änderungen ausgeführt, damit das Gebäude an die gültigen Gesetze und Vorschriften angepasst wird, und das bezieht sich insbesondere auf die Anwendung des Brand- und Arbeitsschutzes. Alle innerhalb des Objekts und an der Fassade ausgeführten Arbeiten werden gemäß den Bedingungen des Städtischen Instituts für Denkmal- und Naturschutz ausgeführt. Einige der geplanten Arbeiten sind Änderungen in der Grundrissaufteilung, um den Standard heutiger Schulen zu erfüllen, was ebenfalls die Sicherung der Bedingungen für Behindert einschließt, weshalb ein Lift in die Schule eingebaut wird, der das Erdgeschoss mit dem 1. und 2. Obergeschoss verbinden wird. Zusätzliche Arbeiten, die ausgeführt werden, sind die Sanierung der kompletten Vorderseite der Schule, der Austausch der Außenfenster- und Türen, die Ausführung der Wärmedämmung auf der Innenseite, die Verteilung der neuen Installationen, sowie die komplette Einrichtung des Hofs.


Sanierung und Rekonstruktion der Grundschule „Miroslav Krleža“



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